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Ночная песнь странника. Из немецкой лирической поэзии XVIII, XIX, XX вековGeorg Trakl (1889–1914). Grodek
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Georg Trakl (1889–1914). Grodek
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Am Abend tönen die herbstlichen Wälder (вечером звучат осенние леса; der Wald; der Herbst – осень)

Von tödlichen Waffen (от смертельного/смертоносного оружия; die Waffe; der Tod – смерть), die goldnen Ebenen (золотые/золотистые равнины; die Ebene; eben – ровный)

Und blauen Seen (и голубые озера; der See), darüber die Sonne (над которыми солнце)

Düstrer hinrollt (мрачнее катится; düster – мрачный; hin – туда); umfängt die Nacht (охватывает ночь; fangen – ловить)

Sterbende Krieger (умирающих воинов; sterben – умирать; der Krieg – война), die wilde Klage (дикая = отчаянная жалоба = страшные стенания)

Ihrer zerbrochenen Münder (их разорванных: «разбитых» ртов; zerbrechen – разбивать, разламывать; brechen – ломать; der Mund).

Doch stille sammelt im Weidengrund (однако медленно собирается в луговой низине; die Weide – пастбище, выгон; der Grund – земля, грунт; дно)

Rotes Gewölk (красное облако/красная дымка; die Wolke – облако), darin ein zürnender Gott wohnt (в котором живет/обитает гневный: «гневающийся» бог; zürnen – гневаться; der Zorn – гнев)

Das vergossne Blut sich (пролитая кровь /скапливается/; sich sammeln – собираться), mondne Kühle (лунная, «луннистая» прохлада; der Mond – луна);

Alle Straßen münden in schwarze Verwesung (все улицы впадают/вливаются в черное разложение/тление; münden – впадать /о реке/; выходить /об улице/;verwesen – тлеть, гнить, разлагаться).

Unter goldnem Gezweig der Nacht und Sternen (под золотыми ветвями ночи и звездами; der Zweig – ветка; das Gezweig – ветви /собир./, ветвящаяся крона; der Stern, die Sterne)

Es schwankt der Schwester Schatten (проходит, качаясь, тень сестры; schwanken – качаться, колебаться) durch den schweigenden Hain (сквозь молчащую рощу; schweigen – молчать),

Zu grüßen die Geister der Helden (чтобы поприветствовать души героев; der Geist – дух; der Held), die blutenden Häupter (истекающие кровью главы; das Haupt; das Blut – кровь);

Und leise tönen im Rohr die dunkeln Flöten des Herbstes (и тихо звучат в тростнике темные = низкие флейты осени; das Rohr – труба, тростник, заросли тростника; die Flöte).

O stolzere Trauer (о более гордая скорбь; stolz – гордый)! ihr ehernen Altäre (вы, железные алтари; ehern – железный /высок./; der Altár),

Die heiße Flamme des Geistes (жаркое пламя духа) nährt heute ein gewaltiger Schmerz (питает нынче огромная боль; die Gewalt – власть; насилие; сила, мощь),

Die ungebornen Enkel (нерожденные внуки; geboren – рожден; gebären – рождать, родить /высок./).

Grodek

Am Abend tönen die herbstlichen Wälder

Von tödlichen Waffen, die goldnen Ebenen

Und blauen Seen, darüber die Sonne

Düstrer hinrollt; umfängt die Nacht

Sterbende Krieger, die wilde Klage

Ihrer zerbrochenen Münder.

Doch stille sammelt im Weidengrund

Rotes Gewölk, darin ein zürnender Gott wohnt

Das vergossne Blut sich, mondne Kühle;

Alle Straßen münden in schwarze Verwesung.

Unter goldnem Gezweig der Nacht und Sternen

Es schwankt der Schwester Schatten durch den

schweigenden Hain,

Zu grüßen die Geister der Helden, die blutenden Häupter;

Und leise tönen im Rohr die dunkeln Flöten des Herbstes.

O stolzere Trauer! ihr ehernen Altäre,

Die heiße Flamme des Geistes nährt heute ein

gewaltiger Schmerz,

Die ungebornen Enkel.

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