Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten (вечером, когда колокола звонят мир = звоном призывают к миру/покою; die Glocke; der Friede),
Folg’ ich der Vögel wundervollen Flügen (слежу я за чудесными: «исполненными чуда» полетами птиц; der Vogel; der Flug, die Flüge; das Wunder – чудо),
Die lang geschart (которые длинными косяками/сбившись в длинные косяки; die Schar – толпа; стая; косяк), gleich frommen Pilgerzügen (подобно смиренным/благочестивым вереницам паломников; der Pilger – паломник; der Zug, die Züge – шествие, колонна, вереница),
Entschwinden in den herbstlich klaren Weiten (исчезают в по-осеннему ясных далях; die Weite; der Herbst – осень).
Hinwandelnd durch den dämmervollen Garten (бредя сквозь сумеречный сад; dämmern – смеркаться; wandeln – ходить, бродить; прогуливаться)
Träum’ ich nach ihren helleren Geschicken (я мечтой уношусь вслед за их /более/ светлыми судьбами; das Geschick, die Geschicke; träumen – видеть сон; мечтать)
Und fühl’ der Stunden Weiser kaum mehr rücken (и почти больше не чувствую/не ощущаю, как передвигаются стрелки часов; der Weiser; weisen – указывать; rücken – двигаться, подвигаться).
So folg’ ich über Wolken ihren Fahrten (так слежу я за их лётом: «полетами» над = за облаками; folgen /+ Dat./ – следовать /за кем-либо, чем-либо/; следить /взглядом, слухом/; die Fahrt – езда, движение, ход; die Wolke).
Da macht ein Hauch mich von Verfall erzittern (тут дуновение распада/упадка заставляет меня содрогнуться; der Hauch; zittern – дрожать).
Die Amsel klagt in den entlaubten Zweigen (черный дрозд жалобно поет в безлистых ветвях; klagen – жаловаться, причитать; das Laub – листва; der Zweig, die Zweige – ветка).
Es schwankt der rote Wein an rostigen Gittern (качается красный виноград = красные листья винограда на ржавых решетках; das Gitter; der Rost – ржавчина),
Indes wie blasser Kinder Todesreigen (в то время как словно бледных детей смертный хоровод = хоровод смерти; der Tod – смерть; der Reigen – хоровод)
Um dunkle Brunnenränder (вокруг темных краев колодца; der Brunnen – колодец; der Rand – край; рант), die verwittern (которые выветриваются/разрушаются),
Im Wind sich fröstelnd blaue Astern neigen (на ветру, слегка замерзая /дрожа от озноба, озябшие/, клонятся голубые астры; die Aster; der Frost – мороз; frösteln – зябнуть).
Am Abend, wenn die Glocken Frieden läuten,
Folg’ ich der Vögel wundervollen Flügen,
Die lang geschart, gleich frommen Pilgerzügen,
Entschwinden in den herbstlich klaren Weiten.
Hinwandelnd durch den dämmervollen Garten
Träum’ ich nach ihren helleren Geschicken
Und fühl der Stunden Weiser kaum mehr rücken.
So folg’ ich über Wolken ihren Fahrten.
Da macht ein Hauch mich von Verfall erzittern.
Die Amsel klagt in den entlaubten Zweigen.
Es schwankt der rote Wein an rostigen Gittern,
Indes wie blasser Kinder Todesreigen
Um dunkle Brunnenränder, die verwittern,
Im Wind sich fröstelnd blaue Astern neigen.