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Ночная песнь странника. Из немецкой лирической поэзии XVIII, XIX, XX вековGeorg Heym (1887–1912). Der Schläfer im Walde
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Georg Heym (1887–1912). Der Schläfer im Walde
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(Спящий в лесу 62 )

Seit Morgen ruht er (с утра он лежит: «покоится»). Da die Sonne rot (когда солнце, красное)

Durch Regenwolken seine Wunde traf (сквозь дождевые облака попало на его рану; treffen – попасть /например, о стреле, пуле/; der Regen; die Wolke).

Das Laub tropft langsam noch (с листвы еще медленно капает; der Tropfen – капля; tropfen – сочиться каплями). Der Wald liegt tot (лес лежит мертвым = словно мертвый).

Im Baume ruft ein Vögelchen im Schlaf (на дереве зовет/кричит птичка во сне; der Baum; der Schlaf).

Der Tote schläft im ewigen Vergessen (мертвый спит в вечном забвении/забытьи; vergessen – забывать),

Umrauscht vom Walde (окруженный шелестом леса/под шелест леса; rauschen – шелестеть). Und die Würmer singen (и черви поют; der Wurm),

Die in des Schädels Höhle tief sich fressen (которые глубоко вгрызаются в полость черепа; der Schädel),

In seine Träume ihn mit Flügelklingen (в его сны его /убаюкивая/ лезвиями крыльев; der Flügel – крыло; die Klinge – лезвие).

Wie süß ist es (как сладостно), zu träumen nach den Leiden (видеть сон после страданий; das Leid)

Den Traum (/видеть/ сон/сновидение), in Licht und Erde zu zerfallen (распадаться/распасться = что распадаешься на свет и землю; das Licht; die Erde),

Nichts mehr zu sein (ничем больше не быть = что тебя больше нет), von allem abzuscheiden (ото всего отделиться = что ты от всего отделился; abscheiden – отделять; умереть /высок./; scheiden – разделять, отделять),

Und wie ein Hauch der Nacht hinabzuwallen (и, словно дыхание, дуновение ночи, нестись вниз = несешься вниз; wallen – бурлить, кипеть /о струях/; ниспадать /о волосах/; странствовать),

Zum Reich der Schläfer (к царству спящих; das Reich). Zu den Hetairien (к гетериям /греч.: тайное политич. общество, собрание/)

Der Toten unten (мертвых, /там/ внизу). Zu den hohen Palästen (к высоким дворцам; der Palást, die Paläste),

Davon die Bilder (отражения которых: «образы от которых»; das Bild) in dem Strome ziehen (проплывают в потоке = по реке; der Strom),

Zu ihren Tafeln (к их /праздничным/ столам; die Tafel), zu den langen Festen (к долгим = долго длящимся пирам; das Fest, die Feste).

Wo in den Schalen dunkle Flammen schwellen (где в чашах выбухают темные языки пламени; die Schale – чаша, пиала; die Flamme – пламя; schwellen – набухать /о почках/; прибывать /о воде/),

Wo golden klingen vieler Leiern Saiten (где по-золотому звенят многих лир струны; die Leier; die Saite).

Durch hohe Fenster schaun sie auf die Wellen (сквозь высокие окна смотрят они на волны; das Fenster; die Welle),

Auf grüne Wiesen in den blassen Weiten (на зеленые поляны в бледных далях; die Wiese; die Weite).

Er scheint zu lächeln aus des Schädels Leere (кажется, что он улыбается из пустоты черепа; leer – пустой; die Leere),

Er schläft, ein Gott, den süßer Traum bezwang (он спит, бог, которого покорил/которым овладел сладостный сон; bezwingen – побеждать /противника/; покорять, подчинять; укрощать; zwingen – принуждать).

Die Würmer blähen sich in seiner Schwäre (черви пучатся/надуваются в его язве; die Schwäre – нарыв; гнойник),

Sie kriechen satt die rote Stirn entlang (они ползут, сытые, вдоль красного лба).

Ein Falter kommt die Schlucht herab (мотылек спускается в овраг/ущелье; der Falter; herab – вниз: «туда-вниз»). Er ruht (он сидит: «покоится»)

Auf Blumen (на цветах; die Blume). Und er senkt sich müd (и он устало опускается)

Der Wunde zu (к ране = на рану), dem großen Kelch von Blut (к большому кубку, полному крови; der Kelch),

Der wie die Sammetrose dunkel glüht (который, словно «бархатная роза», темно пылает = пылает темным жаром; der Sammet = der Samt – бархат; die Samtblume – щирица /растение с желто-коричневыми цветами и сильным ароматом/; glühen – накаляться; пылать).

Der Schläfer im Walde

Seit Morgen ruht er. Da die Sonne rot

Durch Regenwolken seine Wunde traf.

Das Laub tropft langsam noch. Der Wald liegt tot.

Im Baume ruft ein Vögelchen im Schlaf.

Der Tote schläft im ewigen Vergessen,

Umrauscht vom Walde. Und die Würmer singen,

Die in des Schädels Höhle tief sich fressen,

In seine Träume ihn mit Flügelklingen.

Wie süß ist es, zu träumen nach den Leiden

Den Traum, in Licht und Erde zu zerfallen,

Nichts mehr zu sein, von allem abzuscheiden,

Und wie ein Hauch der Nacht hinabzuwallen,

Zum Reich der Schläfer. Zu den Hetairien

Der Toten unten. Zu den hohen Palästen,

Davon die Bilder in dem Strome ziehen,

Zu ihren Tafeln, zu den langen Festen.

Wo in den Schalen dunkle Flammen schwellen,

Wo golden klingen vieler Leiern Saiten.

Durch hohe Fenster schaun sie auf die Wellen,

Auf grüne Wiesen in den blassen Weiten.

Er scheint zu lächeln aus des Schädels Leere,

Er schläft, ein Gott, den süßer Traum bezwang.

Die Würmer blähen sich in seiner Schwäre,

Sie kriechen satt die rote Stirn entlang.

Ein Falter kommt die Schlucht herab. Er ruht

Auf Blumen. Und er senkt sich müd

Der Wunde zu, dem großen Kelch von Blut,

Der wie die Sammetrose dunkel glüht.

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