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Ночная песнь странника. Из немецкой лирической поэзии XVIII, XIX, XX вековHermann Hesse (1877–1962). Doch heimlich dürsten wir …
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Hermann Hesse (1877–1962). Doch heimlich dürsten wir …
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Anmutig (мило/прелестно; die Anmut – грация, прелесть), geistig (одухотворенно; der Geist – дух), arabeskenzart (словно нежные арабески; zart – нежно)

Scheint unser Leben sich wie das von Feen (наша жизнь кажется, подобно жизни фей)

In sanften Tänzen um das Nichts zu drehen (вращающейся в сладостных танцах вокруг Ничто; der Tanz, die Tänze; sanft – мягкий, нежный),

Dem wir geopfert Sein und Gegenwart (которому мы пожертвовали бытием и настоящим /временем/; das Sein – бытие; die Gegenwart – настоящее /время/; присутствие; opfern; das Opfer – жертва).

Schönheit der Träume (красота сновидений/мечтаний; der Traum), holde Spielerei (милая забава; die Spielerei),

So hingehaucht (cтоль навеянная/принесенная дуновением; hauchen – дыхнуть; дунуть), so reinlich abgestimmt (так чисто настроенная/гармонизированная; die Stimme – голос),

Tief unter deiner heitern Fläche glimmt (глубоко под твоей веселой/светлой поверхностью тлеет/теплится; flach – плоский; heiter – веселый, радостный; ясный, светлый; безоблачный)

Sehnsucht nach Nacht, nach Blut, nach Barbarei (/страстное/ желание ночи, крови, варварства; die Sehnsucht; das Blut).

Im Leeren dreht sich (в пустом/в пустоте вращается; das Leere), ohne Zwang und Not (без принуждения и нужды; der Zwang; die Not; zwingen – принуждать),

Frei unser Leben (свободно наша жизнь; das Leben), stets zum Spiel bereit (постоянно готовая к игре; das Spiel),

Doch heimlich dürsten wir nach Wirklichkeit (но тайно мы жаждем действительности; wiklich – действительный; wirken – действовать),

Nach Zeugung und Geburt (зачатия и рождения; die Geburt), nach Leid und Tod (страдания и смерти; das Leid; der Tod).

Doch heimlich dürsten wir …

Anmutig, geistig, arabeskenzart

Scheint unser Leben sich wie das von Feen

In sanften Tänzen um das Nichts zu drehen,

Dem wir geopfert Sein und Gegenwart.

Schönheit der Träume, holde Spielerei,

So hingehaucht, so reinlich abgestimmt,

Tief unter deiner heitern Fläche glimmt

Sehnsucht nach Nacht, nach Blut, nach Barbarei.

Im Leeren dreht sich, ohne Zwang und Not,

Frei unser Leben, stets zum Spiel bereit,

Doch heimlich dürsten wir nach Wirklichkeit,

Nach Zeugung und Geburt, nach Leid und Tod.

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