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Ночная песнь странника. Из немецкой лирической поэзии XVIII, XIX, XX вековRainer Maria Rilke (1875–1926). Komm du, du letzter, den ich anerkenne
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Rainer Maria Rilke (1875–1926). Komm du, du letzter, den ich anerkenne
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Komm du, du letzter, den ich anerkenne (приди ты, последняя, которую я признаю),

heilloser Schmerz im leiblichen Geweb (ужасная/неизлечимая боль в телесной ткани/в телесном плетенье; heil – цельный, здоровый; heilen – исцелять; heillos – неизлечимый; /разг./ ужасный, страшный; der Leib – тело; weben – ткать; das Gewebe – ткань /текст.; биол./):

wie ich im Geiste brannte, sieh, ich brenne (как я горел в духе, смотри, я горю; der Geist; brennen)

in dir (в тебе); das Holz hat lange widerstrebt (дерево /как материал: древесина, дрова/ долго сопротивлялось; wider – против; streben – стремиться; widerstreben – /внутренне/ сопротивляться, противиться),

der Flamme, die du loderst, zuzustimmen (с пламенем, которое ты раздуваешь, согласиться/начать подпевать пламени; die Stimme – голос; lodern – пылать, полыхать; zustimmen /+ Dat./ – соглашаться с чем-либо; одобрять что-либо),

nun aber nähr’ ich dich und brenn in dir (теперь же я питаю тебя и горю в тебе).

Mein hiesig Mildsein wird in deinem Grimmen (мое здешнее милое бытие становится в твоем терзании; das Grimmen – резь в животе, колики; grimmen – причинять боль; grimm – свирепый, яростный)

ein Grimm der Hölle nicht von hier (яростью ада – нездешней; der Grimm – ярость, гнев).

Ganz rein, ganz planlos frei von Zukunft stieg (совершенно чистым, совершенно бездумно/наугад: «без планов» свободным от будущего поднялся; die Zukunft; steigen; der Plan)

ich auf des Leidens wirren Scheiterhaufen (я на страдания запутанный = хаотически наваленный костер; das Leiden; leiden – страдать; wirr – спутанный, запутанный; der Haufen – куча; der Scheiterhaufen – костер /для сожжения преступника/),

so sicher nirgend Künftiges zu kaufen (столь уверенный нигде не купить будущего = что нигде /кроме как здесь/ не куплю будущего; künftig – будущий)

um dieses Herz, darin der Vorrat schwieg (за это сердце = в обмен на это сердце, в котором молчал запас; schweigen).

Bin ich es noch, der da unkenntlich brennt (я ли это еще, кто тут, неузнаваемый, горит; kennen – знать)?

Erinnerungen reiß ich nicht herein (воспоминаний я сюда не захвачу/не привлеку; die Erinnerung; reißen – рвать; herein – внутрь: «сюда-внутрь»).

O Leben, Leben: Draußensein (о жизнь, жизнь: нахождение вовне/бытие снаружи; draußen – снаружи).

Und ich in Lohe (а я в /высоком/ пламени). Niemand der mich kennt (нет никого, кто меня знает; die Lohe – /ярко пылающее/ пламя).

[Val-Mont, wohlgegenMitteDezember1926:letzteEintragungimletztenTaschenbuch]

[в клинике, последняя запись в дневнике]

Komm du, du letzter, den ich anerkenne

Komm du, du letzter, den ich anerkenne,

heilloser Schmerz im leiblichen Geweb:

wie ich im Geiste brannte, sieh, ich brenne

in dir; das Holz hat lange widerstrebt,

der Flamme, die du loderst, zuzustimmen,

nun aber nähr’ ich dich und brenn in dir.

Mein hiesig Mildsein wird in deinem Grimmen

ein Grimm der Hölle nicht von hier.

Ganz rein, ganz planlos frei von Zukunft stieg

ich auf des Leidens wirren Scheiterhaufen,

so sicher nirgend Künftiges zu kaufen

um dieses Herz, darin der Vorrat schwieg.

Bin ich es noch, der da unkenntlich brennt?

Erinnerungen reiß ich nicht herein.

O Leben, Leben: Draußensein.

Und ich in Lohe. Niemand der mich kennt.

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