Ich las schon lang (я читал уже долго; lesen). Seit dieser Nachmittag (с тех пор как этот день; der Nachmittag – вторая половина дня),
mit Regen rauschend (шелестя дождями; der Regen; rauschen – шуметь; шелестеть, шуршать), an den Fenstern lag (прилегал к окнам/лежал у окон; das Fenster; liegen).
Vom Winde draußen hörte ich nichts mehr (от ветра снаружи я больше ничего не слышал = ветра на улице я вовсе не слышал; der Wind):
mein Buch war schwer (моя книга была тяжелой; das Buch).
Ich sah ihm in die Blätter wie in Mienen (я смотрел ей: «ему» в листы, как в выражения лиц; das Blatt – лист; die Miene – выражение лица; sehen),
die dunkel werden von Nachdenklichkeit (которые темнеют от задумчивости; dunkel werden – темнеть: «становиться темным»; über etwas nachdenken – раздумывать, задумываться о чем-то;nachdenklich – задумчивый),
und um mein Lesen staute sich die Zeit (и вокруг моего чтения скапливалось время; stauen – запруживать; скапливаться). —
Auf einmal (вдруг/в какой-то момент) sind die Seiten überschienen (страницы оказались освещенными/на страницы упал свет; die Seite; scheinen – светить; überscheinen – осветить, бросить свет сверху),
und statt der bangen Wortverworrenheit (и вместо робкой путаницы слов; verwirren – запутывать; verworren – запутанный)
steht (стоит = написано/напечатано): Abend, Abend… überall auf ihnen (вечер, вечер… повсюду на них /на страницах/).
Ich schau noch nicht hinaus (я еще не смотрю туда-наружу = в окна/на улицу), und doch zerreißen (и все же разрываются/рвутся)
die langen Zeilen (длинные строки; die Zeile), und die Worte rollen (и слова катятся)
von ihren Fäden fort (со своих нитей прочь = скатываются со своих нитей; der Faden), wohin sie wollen (куда хотят).
Da weiß ich es (тогда я знаю это = тут я понимаю): über den übervollen (над переполненными; voll – полный)
glänzenden Gärten (блестящими/сияющими садами; glänzen – блестеть, сиять; der Garten) sind die Himmel weit (небеса далеки = раскинулись широко; der Himmel);
die Sonne hat noch einmal kommen sollen (солнце должно было еще раз прийти = должно быть, еще раз проглянуло; noch einmal – еще раз). —
Und jetzt wird Sommernacht (а теперь наступает: «становится» летняя ночь), soweit man sieht (насколько видишь = насколько охватывает глаз):
zu wenig Gruppen stellt sich das Verstreute (в небольшие группы собирается разрозненное; verstreuen – рассеивать; streuen – посыпать; die Gruppe),
dunkel (темные = темными фигурами), auf langen Wegen (на длинных путях = длинными дорогами; der Weg, die Wege), gehn die Leute (идут люди),
und seltsam weit (и странно далеко = отдаленно), als ob es mehr bedeute (словно это больше значит: «значило бы»),
hört man das Wenige (слышишь /то/ немногое: «малое»), das noch geschieht (что еще происходит; geschehen).
Und wenn ich jetzt vom Buch die Augen hebe (и если я теперь подниму глаза от книги; das Auge),
wird nichts befremdlich sein (ничто не будет чуждым/странным; befremdlich странный, поражающий, удивительный /о незнакомом, неприятном/) und alles groß (и всё /будет/ большим/великим).
Dort draußen ist, was ich hier drinnen lebe (там снаружи – то, что я здесь внутри живу = переживаю),
und hier und dort ist alles grenzenlos (и здесь и там всё безгранично; die Grenze – граница);
nur dass ich mich noch mehr damit verwebe (вот только: «только что» я еще больше с этим переплетаюсь; weben – ткать; плести; verweben – переплетать),
wenn meine Blicke an die Dinge passen (когда мои взгляды привыкают/приспосабливаются к вещам = когда мое зрение…; der Blick; das Ding)
und an die ernste Einfachheit der Massen (и к серьезной простоте масс = скоплений предметов /соединенных темнотой/; einfach – простой; die Masse), —
da wächst die Erde über sich hinaus (тогда земля перерастает самое себя: «растет через себя туда-наружу»; wachsen – расти; hinauswachsen – перерастать.
Den ganzen Himmel scheint sie zu umfassen (/и/ кажется, что она охватывает целое небо/все небо; scheinen – светить; казаться; fassen – хватать, схватить; umfassen – охватывать):
der erste Stern ist wie das letzte Haus (первая звезда – как последний дом).
Ich las schon lang. Seit dieser Nachmittag,
mit Regen rauschend, an den Fenstern lag.
Vom Winde draußen hörte ich nichts mehr:
mein Buch war schwer.
Ich sah ihm in die Blätter wie in Mienen,
die dunkel werden von Nachdenklichkeit,
und um mein Lesen staute sich die Zeit. —
Auf einmal sind die Seiten überschienen,
und statt der bangen Wortverworrenheit
steht: Abend, Abend… überall auf ihnen.
Ich schau noch nicht hinaus, und doch zerreißen
die langen Zeilen, und die Worte rollen
von ihren Fäden fort, wohin sie wollen.
Da weiß ich es: über den übervollen
glänzenden Gärten sind die Himmel weit;
die Sonne hat noch einmal kommen sollen. —
Und jetzt wird Sommernacht, soweit man sieht:
zu wenig Gruppen stellt sich das Verstreute,
dunkel, auf langen Wegen, gehn die Leute,
und seltsam weit, als ob es mehr bedeute,
hört man das Wenige, das noch geschieht.
Und wenn ich jetzt vom Buch die Augen hebe,
wird nichts befremdlich sein und alles groß.
Dort draußen ist, was ich hier drinnen lebe,
und hier und dort ist alles grenzenlos;
nur dass ich mich noch mehr damit verwebe,
wenn meine Blicke an die Dinge passen
und an die ernste Einfachheit der Massen, —
da wächst die Erde über sich hinaus.
Den ganzen Himmel scheint sie zu umfassen:
der erste Stern ist wie das letzte Haus.