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Ночная песнь странника. Из немецкой лирической поэзии XVIII, XIX, XX вековTheodor Storm (1817–1888). Hyazinthen
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Theodor Storm (1817–1888). Hyazinthen
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(Гиацинты)

Fern hallt Musik (далеко = вдалеке звучит музыка; hallen – звучать, /гулко/ раздаваться); doch hier ist stille Nacht (но здесь – тихая/безмолвная ночь),

Mit Schlummerduft (сонным = навевающим дремоту ароматом; schlummern – дремать; der Duft – аромат) anhauchen mich die Pflanzen (дышат на меня растения; die Pflanze; hauchen – дышать, дохнуть).

Ich habe immer, immer dein gedacht (я всегда, все время думал о тебе = хранил тебя в мыслях; denken /+ Gen./);

Ich möchte schlafen (я хотел бы спать = мне хочется спать), aber du musst tanzen (а ты/но ты должна танцевать).

Es hört nicht auf (это не прекращается; aufhören), es rast (неистовствует/мчится) ohn Unterlass (без остановки/не прекращаясь; der Unterlass; etwas unterlassen – не делать, не выполнять что-либо; прекращать);

Die Kerzen brennen (свечи горят; die Kerze) und die Geigen schreien (и скрипки кричат; die Geige),

Es teilen und es schließen sich die Reihen (разделяются и смыкаются ряды; die Reihe),

Und alle glühen (и все пылают/пышут жаром); aber du bist blass (но ты бледна).

Und du musst tanzen; fremde Arme schmiegen

Sich an dein Herz (чужие руки прижимаются к твоему сердцу; der Arm); o leide nicht Gewalt (о, не терпи насилия/принуждения; die Gewalt – власть; сила; насилие)!

Ich seh dein weißes Kleid vorüberfliegen (я вижу, как мимо проносится: «пролетает» твое белое платье; vorüber – мимо)

Und deine leichte, zärtliche Gestalt (и твой легкий, нежный облик/образ). —

Und süßer strömend (и сладостней струясь) quillt der Duft der Nacht (ширится/распространяется аромат ночи; quellen – течь ручьем, вытекать; набухать)

Und träumerischer (и мечтательней; der Traum – сновидение; мечта) aus dem Kelch der Pflanzen (из чашечки растений; der Kelch – чаша, кубок; чашечка /бот./).

Ich habe immer, immer dein gedacht;

Ich möchte schlafen, aber du musst tanzen.

Hyazinthen

Fern hallt Musik; doch hier ist stille Nacht,

Mit Schlummerduft anhauchen mich die Pflanzen.

Ich habe immer, immer dein gedacht;

Ich möchte schlafen, aber du musst tanzen.

Es hört nicht auf, es rast ohn Unterlass;

Die Kerzen brennen und die Geigen schreien,

Es teilen und es schließen sich die Reihen,

Und alle glühen; aber du bist blass.

Und du musst tanzen; fremde Arme schmiegen

Sich an dein Herz; o leide nicht Gewalt!

Ich seh dein weißes Kleid vorüberfliegen

Und deine leichte, zärtliche Gestalt. —

Und süßer strömend quillt der Duft der Nacht

Und träumerischer aus dem Kelch der Pflanzen.

Ich habe immer, immer dein gedacht;

Ich möchte schlafen, aber du musst tanzen.

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